Infos für Verkäufer

 

Der Verkauf einer Immobilie ist ein komplexes Projekt, das gute Vorbereitung erfordert. Im aktuellen Marktumfeld (2025) ist eine fundierte Preisstrategie und die Vollständigkeit der Unterlagen entscheidend für den Erfolg.

Hier ist ein kompakter Leitfaden mit den wichtigsten Informationen für Verkäufer:

1. Die wichtigsten Unterlagen (Checkliste)

Ein Käufer benötigt diese Dokumente meist für seine Finanzierung. Sorgen Sie frühzeitig dafür:

  • Grundbuchauszug: Aktuell (nicht älter als 3 Monate), beim Grundbuchamt erhältlich.

  • Energieausweis: Gesetzliche Pflicht! Muss spätestens bei der Besichtigung vorliegen.

  • Flurkarte / Lageplan: Vom Katasteramt.

  • Grundrisse & Baupläne: Inklusive Wohnflächenberechnung.

  • Bei Eigentumswohnungen zusätzlich: Teilungserklärung, Wohngeldabrechnungen, Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen und der aktuelle Wirtschaftsplan.

2. Kosten für den Verkäufer

Auch wenn der Käufer meist die Notarkosten und die Grunderwerbsteuer zahlt, entstehen für Sie Kosten:

  • Energieausweis: ca. 100 € bis 500 € (je nach Typ).

  • Vermarktung: Kosten für Portale, Fotografen oder Home Staging (falls privat verkauft wird).

  • Maklerprovision: Seit 2020 wird die Provision bei Einfamilienhäusern und Wohnungen meist 50:50 geteilt (oft jeweils 3,57 % inkl. MwSt.).

  • Löschung von Grundschulden: Falls noch alte Kredite im Grundbuch stehen (ca. 0,2 % der Grundschuldsumme).

  • Vorfälligkeitsentschädigung: Falls Sie einen laufenden Kredit vorzeitig ablösen.

3. Steuern: Wann wird es teuer?

  • Spekulationssteuer: Fällt an, wenn Sie die Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf verkaufen und sie nicht selbst bewohnt haben.

  • Eigennutzung: Wenn Sie das Haus im Jahr des Verkaufs und den beiden vorangegangenen Kalenderjahren selbst bewohnt haben, ist der Verkauf steuerfrei (auch innerhalb der 10 Jahre).

4. Ablauf in 5 Schritten

  1. Wertermittlung: Lassen Sie den Marktwert professionell schätzen (Makler oder Gutachter). Ein zu hoher Preis schreckt ab, ein zu niedriger kostet Geld.

  2. Vermarktung: Erstellung eines Exposés mit hochwertigen Fotos.

  3. Besichtigungen: Prüfung der Kaufinteressenten (Bonitätsnachweis/Finanzierungsbestätigung anfordern!).

  4. Notartermin: Der Notar entwirft den Kaufvertrag. Erst mit der Beurkundung ist der Verkauf rechtskräftig.

  5. Übergabe: Erfolgt erst nach vollständiger Zahlung des Kaufpreises. Halten Sie alles in einem Übergabeprotokoll fest.

 

Aktueller Tipp für 2025:

Da die Zinsen sich stabilisiert haben, suchen Käufer gezielt nach energieeffizienten Immobilien. Wenn Ihr Haus Sanierungsstau hat, sollten Sie Angebote für notwendige Maßnahmen parat haben, um Preisverhandlungen souverän zu begegnen.